Am 18. November 2024 fand in den VIDMARhallen die 2. Mitgliederversammlung des Club Bühnen Bern statt.

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Protokoll 2. Mitgliederversammlung 2024 >>

Die Zukunft von Bühnen Bern sichern

Foyer-Gespräch mit Werner Luginbühl und Isabelle Menke

Mittwoch, 22. April 2026, 18:00 Uhr

Foyer im Stadttheater

Foyer-Gespräch: Die Zukunft von Bühnen Bern sichern

Mittwoch, 22. April 2026, 18:00 Uhr

Foyer im Stadttheater

  • 17:30 Saalöffnung (Foyer-Bar ist geöffnet)

  • 18:00 Foyer Gespräch mit Werner Luginbühl (Präsident Stiftung Bühnen Bern) und Isabelle Menke (Mitglied des Ensembles des Schauspiels Bern)

    Moderation: Martin Immenhauser

  • 18:45 Künstlerischer Abschluss

Für diesen Anlass ist keine Anmeldung erforderlich. Sie können gerne auch interessierte Freunde und Bekannte mitbringen.

«Die Zeit ist aus den Fugen geraten»

Diese Worte aus Shakespeares Hamlet klingen heute aktueller denn je. Wir leben in einer Epoche, in der Gewissheiten bröckeln und vertraute Strukturen sich auflösen. Umso wichtiger ist eine Institution wie Bühnen Bern, die relevante Fragen stellt und Antworten anbietet, die den Tag überdauern, die uns zum Lachen und Nachdenken bringen, aber auch zeitlos Schönes geniessen lassen. Unsere kleine Stadt verfügt dank Bühnen Bern über ein Theater- und Konzertleben, auf das wir zu Recht stolz sind. Die erste Hälfte der laufenden Saison hat dies wiederum eindrücklich bewiesen. Doch selbstverständlich ist dieser kulturelle Reichtum, den uns Bühnen Bern beschert, nicht. Alle vier Jahre muss ein Leistungsvertrag mit den Subventionsgebern ausgehandelt werden, der schliesslich auch an der Urne Bestand haben muss. Es geht dabei um jährlich 38.5 Mio. Franken oder fast 80 % des Budgets von Bühnen Bern. Der geltende Leistungsvertrag gilt noch bis Ende Spielzeit 2027.

Wir sind gefragt

Fast die Hälfte der Subventionen wird von der Stadt Bern getragen. Rund 40% entfallen auf den Kanton und rund 12% auf die Agglomerationsgemeinden von Bern. Schon unter dem geltenden Leistungsvertrag musste Bühnen Bern mit 470’000 Franken weniger auskommen als in der Vorperiode, was zu Kündigungen und zum Verzicht auf 30 Vorstellungen führte. Würde es unter dem nächsten Leistungsvertrag, der von 2027 bis 2031 gelten wird, nochmals zu Kürzungen kommen, dann würde dies an die Substanz von Bühnen Bern gehen Mit dem Streichen von ein paar wenigen Stellen und dem Verzicht auf Aufführungen wäre es dann nicht mehr getan. Deshalb müssen weitere Kürzungen unter allen Umständen verhindert werden.

Bereits im Februar dieses Jahres hat sich der Gemeinderat mit den Eingaben der Kulturinstitutionen befasst. Nun folgen die Verhandlungen mit dem Kanton und den Agglomerationsgemeinden, deren Ergebnis in der Kulturbotschaft an den Stadtrat festgehalten wird. Diese muss vom Stadtrat genehmigt werden, bevor sie 2027 dem Stadtberner Stimmvolk unterbreitet wird. Auf diesem langen Weg durch die Institutionen können wir Bühnen Bern unterstützen, indem wir Überzeugungsarbeit leisten.

Aktiv überzeugen

Während viele andere Kulturinstitutionen mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen haben, durfte Bühnen Bern mit ca. 150’000 Besucherinnen und Besuchern, davon über 21’000 jungen Zuschauerinnen und Zuschauern, zum zweiten Mal hintereinander einen neuen Rekord verbuchen. Von den Kulturinstitutionen des Kantons Bern erreicht nur gerade das Zentrum Paul Klee annähernd so viele Menschen. Allein diese Zahlen widerlegen die häufig vorgebrachte Kritik, dass Bühnen Bern nur elitäre, nicht mehr gefragte Kunst hervorbringe. Das Gegenteil ist der Fall.

Sie finden im Anhang zu diesem Newsletter eine Zusammenstellung mit Fakten und Informationen zu Bühnen Bern. Bitte nutzen Sie dieses Argumentarium, um in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis von der Notwendigkeit einer ausreichenden Finanzierung von Bühnen Bern Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Kampf um die Zukunft von Bühnen Bern beginnt jetzt. Dass wir diesen Kampf gewinnen, schulden wir nicht nur dem treuen Publikum von Bühnen Bern, sondern auch unseren grossartigen Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Mitarbeitenden, die jeden Tag Ausserordentliches leisten. Lassen Sie uns gemeinsam kämpfen.

Die Bretter, die die Welt bedeuten

Mehr denn je brauchen wir Orte, an denen über Relevantes diskutiert und gestritten wird. Nur solange wir uns mit den grossen Fragen dieser Welt substanziell, lustvoll und mit Leidenschaft auseinandersetzen, können wir etwas verändern. Die Bühnen und Podien von Bühnen Bern sind solche Orte. Lasst sie uns bewahren – für uns und für unsere Nachkommen. Denn ohne sie wird unsere Welt ärmer, stiller und freudloser. Wenn wir dagegen für diese Bretter, die die Welt bedeuten, gemeinsam einstehen, werden wir uns an ihnen noch lange erfreuen können.

«Das Theater ist der Köder, mit dem ich die Wahrheit fange», liess Shakespeare Hamlet sagen. Um Wahrheit und Wahrhaftigkeit geht es auch hier – um nichts weniger. Bühnen Bern und der Vorstand des Club Bühnen Bern zählen auf Ihre Unterstützung, damit wir uns an unserm Theater- und Konzertangebot noch lange erfreuen können. Wir wünschen Ihnen weiterhin unvergessliche Bühnenerlebnisse und freuen uns auf die nächsten Begegnungen mit Ihnen.

Herzliche Grüsse,

Martin Immenhauser

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